Auf die Kanaren reisen

Wenn man an die Kanaren denkt, denkt man vor allem an eine Insel, die touristischste und größte von allen: Teneriffa. Aber in Wirklichkeit besteht der Archipel aus insgesamt sieben Inseln, ohne die kleinen Eilande westlich des afrikanischen Kontinents mitzuzählen. Außerdem hat jede Insel eine eigene Identität und sehr unterschiedliche, markante Landschaften. Bis jetzt hatten wir die Gelegenheit, Teneriffa und Lanzarote zu entdecken. Schon zwischen diesen beiden gibt es große Unterschiede. Teneriffa ist zum Beispiel sehr komplett, mit Mikroklimata und abwechslungsreichen Landschaften – von Stränden mit schwarzem, aber auch goldenem Sand über den Nationalpark Teide bis hin zur Trockenheit im Süden und der feuchten, kühlen, üppig bewachsenen Nordseite. Auf Lanzarote wiederum ist es eine weniger bergige, aber deutlich vulkanischere Insel, mit über 300 Vulkanen auf einer sechsmal kleineren Fläche.

Ganz gleich, für welche Insel du dich entscheidest, du solltest wissen, dass es ein sehr sonniges Reiseziel ist, in dem das Klima eine Balance zwischen Wärme und Milde bietet. Der Archipel kommt übrigens auf über 300 Sonnentage im Jahr. Lanzarote verzeichnet im Durchschnitt nur 10 Regentage im Jahr – das ist so gut wie nichts! Außerdem eignen sich die Kanaren für mehrere Reisearten: Wandern, Entspannen, Strände, kulturelle Besichtigungen. Mit anderen Worten: Es gibt garantiert eine Kanaren-Insel, die zu deinen Wünschen passt. Vorerst bleiben wir bei Teneriffa und Lanzarote, aber es wird ohne Zweifel eine Fortsetzung geben. Wir setzen unsere Entdeckung des Kanaren-Archipels fort. Also, bereit, mehr über diesen facettenreichen spanischen Archipel zu erfahren?

kanarische inseln

5 Highlights auf Teneriffa

  1. Den Nationalpark Teide erkunden : Es ist kein Zufall, dass ich mit dem Nationalpark Teide beginne (von der UNESCO zum Welterbe erklärt)! Du musst den Teide, den höchsten Gipfel Spaniens, unbedingt sehen – und natürlich seine vulkanischen, mondähnlichen Landschaften. Ich war zweimal dort und selbst beim zweiten Besuch war ich genauso beeindruckt.
  2. Santa Cruz de Tenerife, die Hauptstadt, besuchen : eine lebendige, farbenfrohe und vom Ozean gesäumte Stadt – die Hauptstadt hat dieses gewisse Etwas. Du kannst zwischen kulturellen Besichtigungen und lokalen Märkten bummeln, etwa dem Nuestra Señora de África. Die Atmosphäre hat mir dort sehr gefallen!
  3. San Cristóbal de La Laguna entdecken : zur kleinen Geschichte: Das ist die frühere Hauptstadt Teneriffas. Ich finde, sie ist voller Charme mit ihren gepflasterten Gassen und bunten Fassaden. Ich bin dort ganz entspannt spazieren gegangen. Auch wenn es Touristen gibt, hat die Stadt meiner Meinung nach ihre Authentizität bewahrt.
  4. In den Naturpools von Garachico baden : von Lava geformt und von Felsen umgeben, wurden diese Naturpools mit kleinen Wegen miteinander verbunden. Auch wenn es in den ersten Becken voll ist, reicht es, ein Stück weiterzugehen – dort kannst du ganz entspannt in einer großartigen Kulisse baden.
  5. Die Klippen von Los Gigantes bestaunen : wie der Name vermuten lässt, sind diese Klippen riesig. Sie sind bis zu 600 Meter hoch! Ich kann dir sagen: Wenn man mit dem Boot näherkommt und am Rand badet, fühlt man sich winzig vor diesen Klippen. Aber auch hier: eine einzigartige Kulisse, die man nicht verpassen darf. Übrigens gibt es ganz in der Nähe der Klippen oft hübsche Fische zu entdecken – einfach Maske und Schnorchel anziehen.
tenerife besuchen

5 Highlights auf Lanzarote

  1. Den Nationalpark Timanfaya erkunden : das Must-see auf Lanzarote. Du stehst mitten in Mondlandschaften, zwischen Lavameeren, Fumarolen und roten Vulkanen – man fühlt sich wie auf einem anderen Planeten, auf dem Mars. Ehrlich: Ich war sofort verliebt in den Park – der Besuch verging wie im Flug!
  2. Von Lanzarote nach La Graciosa fahren : Wenn du auf Lanzarote Urlaub machst, empfehle ich dir, einen Tag für La Graciosa einzuplanen. Die Insel liegt nur 2 km entfernt, die Überfahrt mit der Fähre dauert etwa fünfundzwanzig Minuten. Die Insel ist völlig unberührt; mir haben ihre Spots gefallen – einer exotischer als der andere!
  3. Zum Parque de Los Volcanes gehen : Ich empfehle dir eine geführte Wanderung im Park der Vulkane. Manche Bereiche sind ohne Guide verboten – und gerade dort ist es ungemein immersiv! Du bist mitten zwischen den Vulkanen, und mit den Erklärungen eines Guides wird das Erlebnis noch spannender.
  4. Am Playa de Papagayo entspannen : ganz im Süden der Insel gelegen, ist dieser Strand ein kleines Paradies. Überraschend ist, dass man sich wie am Mittelmeer fühlt – türkisfarbenes Wasser, goldener Sand und ockerfarbene Klippen… Der ideale Strand, um sich niederzulassen und die unberührte Naturkulisse zu genießen. Allerdings zieht er ziemlich viele Leute an. Gleich nebenan liegen El Pozo und Las Mujeres, zwei größere, weniger besuchte Naturstrände. Meiner Meinung nach wirst du es dort angenehmer finden!
  5. La Geria, das Weintal, erkunden : Wenn du Wein (und einzigartige Landschaften) magst, wirst du diesen Ort lieben. Die Reben wachsen in kleinen, in Vulkanasche gegrabenen Kratern, vom Wind durch Steinmauern geschützt. Das Ergebnis ist ebenso schön wie überraschend. Diese Landschaften gibt es nur auf Lanzarote. Und natürlich kannst du dort den berühmten weißen Malvasía probieren – typisch für Lanzarote!

Kanaren – Die praktische Ecke

Gesprochene Sprachen

Wenig überraschend ist die Amtssprache auf den Kanaren Spanisch – mit einem Akzent und einigen Ausdrücken, die dem Archipel eigen sind. Keine Sorge: Auch wenn du kein Spanisch sprichst, kannst du dich trotzdem verständigen. In den touristischen Zonen sprechen sie dich im Allgemeinen auf Englisch oder Deutsch an. Auch wenn Französisch seltener ist, werden Ausflüge in dieser Sprache angeboten. Ich habe sogar mehrere französische Auswanderer getroffen, die ihren eigenen Tauchclub gegründet hatten. Sie haben sich wirklich in die Kanaren verliebt und leben seit Jahren dort. Für die Kommunikation mit den Einheimischen freuen sie sich immer über ein kleines „hola“ oder „gracias“!

Formalitäten

Ich kann dich gleich beruhigen: Auf die Kanaren zu reisen ist sehr einfach! Da der Archipel zu Spanien gehört und das Land Teil der Europäischen Union ist, brauchst du als EU-Bürger kein Visum. Nicht einmal einen Reisepass – dein gültiger Personalausweis reicht für die gesamte Dauer deines Urlaubs vor Ort. Wenn du aus Kanada oder einem anderen Nicht-EU-Land kommst, empfehle ich dir, die Einreisebedingungen auf der offiziellen Website der spanischen Regierung oder des Außenministeriums zu prüfen. So kannst du nichts falsch machen und deine Reise in Ruhe vorbereiten.

Auf die Kanaren reisen und sich dort fortbewegen

Auf die Kanaren gelangen

Auf die Kanaren zu gelangen ist auch von Frankreich und Europa aus sehr einfach. Die Flugzeit variiert je nach Abflugstadt und Zielinsel zwischen 3 Std. 30 Min. und 4 Std. 30 Min. Ich persönlich brauchte von Toulouse nur 3 Std. 30 Min. bis nach Teneriffa (Südflughafen) im Direktflug. Für die Rückreise von Lanzarote nach Toulouse musste ich in Sevilla umsteigen – das ging aber super schnell.

Von Frankreich aus bieten viele Airlines regelmäßige Verbindungen an, etwa Transavia, Ryanair, Vueling, Iberia und Air France. Von Belgien und der Schweiz aus findest du ebenfalls Direktflüge oder Verbindungen mit kurzem Zwischenstopp. Für unsere Freunde in Québec gilt: In der Regel ist ein Umstieg in Europa nötig, sehr oft in Madrid, Paris oder Frankfurt – die Gesamtreisezeit liegt je nach Wartezeiten beim Umsteigen zwischen 11 und 16 Stunden.

Kleiner Tipp: Sobald deine Reisedaten feststehen, buche deine Tickets direkt. Wie immer schwanken die Preise je nach Saison. Zur leichteren Suche kannst du gern bei Skyscanner vorbeischauen.

Zwischen den Kanarischen Inseln unterwegs sein

Noch ein Pluspunkt der Kanaren: Die Inseln sind untereinander sehr gut verbunden. Du kannst also mehrere Inseln auf einer Reise besuchen. Ich habe – auch wenn sie nicht nebeneinander liegen – Teneriffa und Lanzarote in einer einzigen Reise kombiniert. Auf Lanzarote traf ich außerdem viele, die zuvor Gran Canaria und Fuerteventura besucht hatten.
In der Praxis hast du zwei Optionen, um von einer Insel zur anderen zu gelangen:

  • Die Fähre : Im Allgemeinen das gängigste und günstigste Verkehrsmittel (wenn du zu einer Nachbarinsel reist, z. B. von Fuerteventura nach Lanzarote oder umgekehrt). Die Hauptreedereien, wie Fred. Olsen Express oder Naviera Armas, bieten regelmäßige Überfahrten an zwischen: Teneriffa und Gran Canaria, Teneriffa und La Gomera, Lanzarote und Fuerteventura usw. Die Dauer variiert je nach Strecke; im Schnitt solltest du mit 25 Minuten bis 2 Stunden Überfahrt rechnen. Wenn du ein Auto gemietet hast, kannst du es gegen Aufpreis mit auf die Fähre nehmen.

 

  • Das Flugzeug : Wenn du Zeit sparen willst, ist das eine gute Lösung. Und wenn du – wie ich – zwei nicht benachbarte Inseln kombinierst, ist der Flug deutlich günstiger. Zum Beispiel hat mich mein Flug von Teneriffa nach Lanzarote drei Mal weniger gekostet, als wenn ich die Strecke mit der Fähre gemacht hätte. Ich weiß, nicht sehr öko – aber drei Mal billiger ist nicht ohne… Die Fluggesellschaft mit den meisten täglichen Verbindungen ist Binter Canarias. Es gibt aber auch Canaryfly, mit eingeschränkteren Zeiten, dafür oft zu attraktiveren Preisen. Wenn du bei den Zeiten flexibel bist, empfehle ich Canaryfly. Außerdem sind die Flugzeiten zwischen den Inseln sehr kurz: zwischen 30 und 50 Minuten. Allerdings sind es kleine Maschinen – wenn es windig ist, spürt man das recht deutlich. Ich hatte Schlimmeres erwartet; es ist gut auszuhalten (also keine Sorge!). Und beim Starten und Landen genießt du tolle Ausblicke auf Ozean und Vulkane.

Noch ein kleiner Tipp unterwegs: Ich empfehle dir, Insel-Kombinationen zu machen, etwa Lanzarote und La Graciosa oder auch Teneriffa und La Gomera. Das sind jeweils sehr nahe beieinanderliegende Inseln – also nutz es aus!

reisen zwischen den kanarischen inseln

Zeitverschiebung

Zur Info: Es gibt eine leichte Zeitverschiebung zwischen den Kanaren und Frankreich sowie Belgien und der Schweiz. Nichts Dramatisches – es ist nur eine Stunde. Außerdem ist es dort eine Stunde früher; ich finde, in diese Richtung lässt es sich leichter anpassen.

Für Québec braucht es ein bisschen mehr Anpassung, mit fünf bis sechs Stunden Zeitunterschied – je nach Jahreszeit. Aber auch hier gilt: Es ist Urlaub, du gewöhnst dich schnell!

Beste Reisezeit

Auf den Kanaren ist gutes Wetter das ganze Jahr über quasi garantiert. Egal, wann du hinwillst – es ist mild und angenehm. Es ist, als wäre immer Frühling! Das liegt vor allem am milden subtropischen Klima und an über 300 Sonnentagen pro Jahr. Selbst die Wassertemperatur ist angenehm – abgesehen von den drei „Winter“-Monaten. Ich würde sagen: Die beste Reisezeit für die Kanaren hängt nur von deinen Wünschen ab:

  • Im Frühling (März bis Juni) : Eine gute Zeit für Wanderungen, Vulkantouren oder auch Strandtage ohne zu viel Trubel. Temperaturmäßig liegen wir bei 22 bis 26 °C – super angenehm. Netter Bonus: Nach dem Winter gibt es noch Grün und sogar Blumen – selbst in den kargen Landschaften von Lanzarote, zum Beispiel.
  • Im Sommer (Juli bis September) : Die Sonne brennt, aber durch Passatwinde und Meeresbrise bleibt das Gefühl angenehm. Die Temperaturen liegen zwischen 27 und 33 °C – gut auszuhalten. Klar, es ist Hochsaison: Besonders auf Teneriffa, Lanzarote und Fuerteventura ist mehr los. Rechne zudem mit deutlich höheren Preisen für Unterkünfte, Transport und Ausflüge. Ich war im September dort – da waren die Tarife schon günstiger als im Juli/August.
  • Im Herbst (Oktober bis November) : Die Lieblingssaison der Wanderer: weiterhin milde Temperaturen (im Schnitt 25 °C), und das Meer ist noch warm. Wenn du es ruhiger magst und von günstigeren Preisen und milderem Wetter profitieren willst, ist dieser Zeitraum perfekt!
  • Im Winter (Dezember bis Februar) : Die Temperaturen sinken, aber sehr selten unter 18 °C. Dicke Mäntel brauchst du also nicht; in manchen südlichen Inseln kannst du sogar baden (wenn du nicht allzu verfroren bist). Wenn du im Winter eine Auszeit mit frühlingshaftem Klima willst, sind die Kanaren weiterhin ein Top-Ziel.

Kurz gesagt: Es ist schön, es ist warm (aber nicht zu heiß) – und das das ganze Jahr über. Du kannst jederzeit auf die Kanaren reisen!

Impfungen

Gute Nachrichten: Für die Einreise auf die Kanaren sind keine Pflichtimpfungen erforderlich. Da der Archipel zu Spanien gehört, wird lediglich empfohlen, dass deine Standardimpfungen – wie Tetanus, Keuchhusten usw. – aktuell sind. Du kannst also entspannt los, ohne kurz vor Abreise noch Impfungen nachholen zu müssen – vorausgesetzt, du bist auf dem neuesten Stand!

Reisekosten

Gute Nachrichten: Die Kanaren zählen zu den eher günstigen Reisezielen in Europa! Selbst die Lebenshaltungskosten sind niedriger als im spanischen Festland. Du kannst also hinfahren und es dir gut gehen lassen, ohne dein Budget zu sprengen.

Zur Orientierung hier die durchschnittlichen Preisspannen der wichtigsten Ausgaben für einen Aufenthalt auf den Kanaren:

Unterkünfte (pro Nacht)

  • Hostel / kleines Hotel: 20–45 €
  • 3-Sterne-Hotel oder B&B: 60–100 €
  • 4- oder 5-Sterne-Hotel: ab 130 bis 200 €
  • Apartment / Airbnb: 50–120 €, je nach Insel und Saison

Kleine Info: Lanzarote und Fuerteventura sind etwas teurer als La Palma oder La Gomera – besonders in der Hochsaison.

Mahlzeiten

  • Snack / schnelle Mahlzeit (Bocadillo, Tapas): 6–10 €
  • Gericht im lokalen Restaurant (Guachinche, Taverne): 12–18 €
  • Komplettmenü (Vorspeise, Hauptgericht, Dessert): 18–30 €
  • Cocktail oder Drink am Meer: 5–7 €

Transport

  • Lokales Busticket: 1,50–3 €, je nach Strecke
  • Bus-Tagesticket: 5–10 €, je nach Insel
  • Mietwagen: 25–40 €/Tag in der Nebensaison, bis 60–80 € im Sommer
  • Insel-Fähre (Fred. Olsen, Naviera Armas): 20–50 € pro Strecke (bei weiter entfernten Inseln entsprechend mehr)
  • Inlandsflug (Binter Canarias, Canaryfly): 35–90 €, je nach Distanz und Saison

Aktivitäten

  • Museen und kulturelle Stätten: 3–20 €
  • Bootsausflug / Delfine: 25–60 €
  • Geführte Wanderung (Teide, Timanfaya): 30–70 €
  • Tauchen oder Schnorcheln: 40–80 €
  • Tagestour oder Kreuzfahrt: 50–100 €

Und Praktisches:

Leitungswasser gilt auf allen Inseln als trinkbar und entspricht den EU-Normen. Da es entsalztes Wasser ist, hat es jedoch einen speziellen, leicht salzigen Geschmack. Ich habe lieber Flaschenwasser gekauft, und selbst im Hotel gab es Wasserspender mit großen Kanistern. Ich denke daher, dass die Einheimischen ebenfalls eher Wasser kaufen oder filtern. Fürs Kochen oder Zähneputzen ist Leitungswasser aber völlig in Ordnung.

Durchschnittliches Budget für eine Reise auf die Kanaren

Weil das Thema Budget immer irgendwann aufkommt, hier ein paar grobe Spannen je nach Reisedauer auf die Kanaren. Natürlich sind das nur Durchschnittswerte, und zwischen den Inseln gibt es Unterschiede.

  • 5 Tage auf den Kanaren: 450–1 000 €
  • 1 Woche auf den Kanaren: 650–1 800 €
  • 10 Tage auf den Kanaren: 1 000–2 400 €
  • 2 Wochen auf den Kanaren: 1 300–3 200 €
nationalpark teide lanarische inseln

Internet und Telefonie

Da die Kanaren zu Spanien und damit zur EU gehören, musst du keine Zusatzkosten gegenüber deinem Tarif befürchten. Du kannst telefonieren, Nachrichten senden und mobile Daten ohne zusätzliche Gebühren nutzen. Netzabdeckung: insgesamt sehr gut – sogar auf abgelegeneren Inseln wie La Graciosa und El Hierro. Du kannst beruhigt sein: Fast nie ohne Netz.

Wenn du einen Tarif mit wenig Daten hast oder aus einem Nicht-EU-Land wie Kanada kommst, kannst du dir am Flughafen oder in einem Laden jederzeit eine SIM-Karte kaufen. So genießt du deinen Urlaub mit ruhigem Gewissen – und teuer ist es nicht: zwischen 10 und 20 €.

Das Fahren

Wenn du auf den Kanaren ein Auto mieten willst, sollte dich dieser Teil interessieren! Die Straßen sind in sehr gutem Zustand, vor allem auf Inseln wie Teneriffa, Gran Canaria und Lanzarote. Ehrlich: Es war eine Freude, dort zu fahren! Eine kleine Anmerkung: Auf Lanzarote sind Parkplätze – selbst an Top-Spots – nicht asphaltiert, sondern geschottert. Fahr einfach langsam und achte auf spitze Steine, um keinen Reifen zu beschädigen.

Zu den Stränden des Naturparks Los Ajaches auf Lanzarote (Papagayo, Las Mujeres, El Pozo, Caleta del Congrio) führen Schotterpisten. Mit dem Auto befahrbar, aber ich rate dir, langsam zu fahren (es holpert ordentlich, haha).

Auf La Palma, El Hierro oder La Gomera sind die Straßen deutlich schmaler und bergiger. Nicht unmachbar, aber nimm dir Zeit und genieße die Panoramablicke. Was die Fahrweise angeht: Die Canarios sind sehr entspannt am Steuer (eine angenehme Abwechslung!). Auf Teneriffa gibt es oft Staus beim Wechsel von der Nord- zur Südautobahn. Wenn du Termine hast, fahr früh genug los.

Parkplätze gibt es sowohl kostenlos als auch kostenpflichtig. Wir haben immer in der Nähe der Sehenswürdigkeiten einen Platz gefunden, auf Teneriffa war es allerdings schwieriger – dort sind einfach mehr Touristen unterwegs.

Wenn du mehrere Inseln besuchen willst, prüfe am besten vor der Buchung, ob dein Vermieter das erlaubt. Ich habe über Discover Cars gemietet – praktisch und mit sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis! Ich habe allerdings zwei verschiedene Fahrzeuge gemietet und bin zwischendurch geflogen, denn ein Auto auf Teneriffa zu übernehmen und auf Lanzarote abzugeben, war deutlich teurer. Vielleicht, weil die Inseln relativ weit auseinander liegen. Für nahe Inseln lohnt sich ein Vergleich!

Die Sicherheit

Du kannst ganz beruhigt auf die Kanaren reisen – es ist ein sehr sicheres Archipel. Auch allein zu reisen ist problemlos. Schon bei der Ankunft spürst du die entspannte, freundliche Atmosphäre. Wie überall gilt: Achte in touristischen Bereichen auf deine Sachen, besonders in großen Städten wie Santa Cruz de Tenerife, wo Taschendiebe die Menge ausnutzen.

In den Parkplätzen des Nationalparks Teide weisen Schilder außerdem darauf hin, keine Wertsachen sichtbar im Auto zu lassen. Es gab schon ein paar Vorfälle, aber nichts Dramatisches, wenn du Vorsicht walten lässt.

In der Natur sind manche Wanderwege – da vulkanisch – steil und steinig. Mit guter Ausrüstung und auf markierten Pfaden kannst du es aber problemlos genießen. Ich empfehle auch, das Wetter zu prüfen – vor allem auf Teneriffa – es wechselt schnell.

Kurz und gut: In puncto Sicherheit gibt es auf den Kanaren nichts zu beanstanden. Man fühlt sich wirklich wohl – du musst nur noch genießen und abschalten.

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Fauna/Flora

Wie oben erwähnt, hat jede Kanaren-Insel sehr unterschiedliche, gleichermaßen spektakuläre Landschaften. Zur Vorstellung: Von Lavafeldern zu Stränden mit goldenem oder schwarzem Sand, bis hin zu Bananenplantagen – alles ist möglich. Teneriffa vereint all das auf einer einzigen Insel.

Zur Flora: Auf den Kanaren gibt es über 2 000 Pflanzenarten. Darunter viele endemische Arten, wie den Kanaren-Drachenbaum. Unterwegs siehst du oft größere und kleinere Kakteen, Feigenkakteen, Palmen und Sukkulenten – perfekt für Trockenheit und Wind. Auf Teneriffa gibt es zudem große Bestände an Kanarenkiefern. Ehrlich, das hatte ich nicht erwartet – beeindruckend!

Zur Fauna: Unter Wasser gibt es eine schöne Artenvielfalt – Delfine, Grindwale, Schildkröten und Mantarochen leben in den Gewässern der Kanaren. Ich hatte das Glück, bei einem Wal- und Delfinbeobachtungsausflug Grindwale und tropische Fleckendelfine zu sehen – einfach unglaublich! Beim Tauchen habe ich Seesterne, Trompetenfische, Papageifische und viele andere gesehen. So viele Arten in so kurzer Zeit hatte ich noch nie.

An Land kommst du an Kanareneidechsen nicht vorbei, während du Zugvögel beobachten kannst. Selbst in wüstenähnlichen Landschaften gibt es keine Schlangen, und die Eidechsen sind harmlos – sehr beruhigend!

Kulinarische Spezialitäten

Diese Rubrik dürfte einige interessieren! Obwohl die Kanaren zu Spanien gehören, liste ich dir nicht alle spanischen Spezialitäten auf, die du sicher schon kennst. Natürlich spricht nichts gegen Paella, Tapas oder Croquetas. Ich persönlich habe auf Teneriffa die besten Thunfisch-Croquetas meines Lebens gegessen (ohne Übertreibung), während die beste Paella auf Lanzarote war.

Ein paar kanarische Spezialitäten, die du probieren solltest:

  • Papas arrugadas con mojo: das kanarische Gericht schlechthin! Kleine heimische Kartoffeln, in Salzwasser mit Schale gekocht, serviert mit den berühmten Saucen Mojo rojo (scharf) oder Mojo verde (mit Koriander). Super simpel – und so gut. Wird oft als Beilage serviert.
  • Frischer Fisch und Meeresfrüchte: In kleinen Häfen wie El Golfo (Lanzarote) oder Los Abrigos (Teneriffa) isst man fangfrischen Fisch. Für mich die zwei besten Orte für frischen Fisch – glaub mir, ich habe beide getestet!
  • Ropa vieja canaria: ein Eintopf aus Kichererbsen mit gezupftem Rindfleisch und Gemüse. Es gibt mehrere Varianten; ein deftiges Gericht, das man auf allen Inseln findet.
  • Kanarische Käse: Jede Insel hat ihren eigenen Ziegenkäse. Schmeckt immer gut – mit etwas Honig oder Marmelade!
  • Gofio: ein geröstetes Mehl aus Weizen oder Gerste, typisch für die Kanaren. Es steckt in vielen Gerichten – vom Frühstück bis zum Dessert. Meiner Meinung nach bringt es mehr Geschmack!

Und für Naschkatzen:

  • Bienmesabe: ein Dessert aus Mandeln, Honig und Eiern – schlicht, aber sehr lecker!
  • Frangollo: ein Pudding aus Mais, Milch, Zitrone und Zimt – eine einfache, wohltuende Süßspeise.

 

Und zum Schluss: An den Kanaren-Bananen kommst du nicht vorbei! Sie sind klein, süß und haben einen besonderen Geschmack. Keine Ausrede – sie sind wirklich überall.

Ein Wort zu den Getränken:

Manche Inseln, wie Teneriffa und Lanzarote, produzieren Wein. Häufig werden Besichtigungen der Weinberge inmitten der Vulkanlandschaften mit anschließender Verkostung angeboten. Wenn du Lust hast: sehr aromatisch!

Wie du siehst, sind die kanarischen Gerichte einfach – aber sehr schmackhaft. Zwischen spanischen Einflüssen und fangfrischem Fisch wirst du es dir richtig gut gehen lassen!

Religion

Die Hauptreligion auf den Kanaren ist der Katholizismus – wie in ganz Spanien. Religion ist für die Einheimischen sehr wichtig und Teil der lokalen Kultur. Man findet sie in Traditionen und Festen das ganze Jahr über. Jedes Dorf hat sein religiöses Fest – mit Prozessionen, Musik und gemeinsamen Mahlzeiten. Offen für alle und echte Momente der Begegnung und Geselligkeit.

Am bekanntesten ist das Fest der Virgen de Candelaria auf Teneriffa, bei dem die Bewohner in farbenfrohen, mit Blumen geschmückten Wagen durch die Straßen ziehen. Auch wenn die Mehrheit der Inselbewohner katholisch ist, gibt es eine spürbare Multikulturalität. Der Archipel beherbergt Gemeinschaften aus Europa, Lateinamerika und Afrika. Das prägt die Kanaren ebenfalls: eine offene, herzliche und einladende Atmosphäre.