Einen Van in Neuseeland mieten
Letzte Aktualisierung : 13/05/2026
Wenn du eine Reise nach Neuseeland planst, bist du unweigerlich auf Artikel gestoßen, die das Reisen im Van oder eventuell im Wohnmobil in Neuseeland anpreisen.
Tatsächlich ist diese Reiseform in diesem Land besonders verbreitet. Die weiten Landschaften und die vielen für solche Fahrzeuge vorgesehenen Plätze fördern ihre Nutzung.
Hier findest du 5 Tipps, die dich ganz sicher für diese Art des Reisens begeistern werden.
Warum einen Van in NZ mieten?
Als Erstes werfen wir einen Blick auf die Gründe, die für eine Reise im Mietvan durch Neuseeland sprechen.
- Die Entfernungen: Die meisten Touristen haben nur ein Ziel – so viel wie möglich zu sehen. Angesichts der weiten Anreise lohnt es sich, möglichst viel zu erleben. Dafür musst du viele Kilometer zurücklegen. Und wie geht das besser als in einem Fahrzeug, in dem du auch schlafen kannst?
- Stellplätze für Vans: Neuseeland ist bestens mit Plätzen ausgestattet, die Vans oder Wohnmobile aufnehmen. Die Vorschriften sind recht flexibel, besonders für sogenannte „Self-Contained“-Fahrzeuge, auf die wir unten noch eingehen.
- Mitunter knappe Unterkünfte: Neuseeland ist dünn besiedelt, vor allem die Südinsel. Manche Gegenden sind nahezu frei von Unterkünften. Im Van musst du nicht erst die nächste Stadt ansteuern, um ein Zimmer zu finden.
- Absolute Freiheit: Nicht zuletzt bietet das Reisen im Van totale Freiheit. Keine Vorausbuchungen, dein Zeitplan richtet sich nach deinen Wünschen. Spielt das Wetter verrückt, bleibst du einfach einen Tag länger oder brichst früher auf.


Wie wählt man seinen Van aus?
Konnten wir dich überzeugen, Neuseeland im Van zu bereisen? Bevor du losfährst, ein paar praktische Informationen zur Wahl deines Vans.
Die Unterschiede zwischen den Fahrzeugen betreffen im Wesentlichen zwei Kriterien: die Größe und die Ausstattung.
- Der Minivan : Er ist das kleinste Fahrzeug, in dem du schlafen kannst. Mit wenig Ausstattung ermöglicht er Reisen und Übernachten zu zweit. Im Kofferraum kann sich eine kleine Küchenzeile befinden.
- Ausgebauter Van: Der Van ist größer, häufig kannst du darin aufrecht stehen. Die Küchenzeile ist oft hochwertiger und geräumiger. Er bietet bis zu 4 Schlafplätze. Aber Vorsicht: 4 Schlafplätze bedeuten nicht automatisch 4 Sitzplätze. Dafür werden 4 mit Gurten ausgestattete Sitze benötigt.
- Self-Contained Van: Auch wenn es nicht die Größe ist, die ihn vom „klassischen“ Van unterscheidet, ist der Self-Contained Van oft größer. Einige sind fast mit einem Wohnmobil vergleichbar. Der Hauptunterschied liegt in der Ausstattung: Toilette sowie Ab- und Frischwassertanks. Diese Extras sind wichtig – nicht nur für den Komfort, sondern auch für die Möglichkeiten, die sie dir hinsichtlich der Übernachtungsplätze bieten. Darauf gehen wir gleich noch näher ein.
Wo kann man einen Van mieten? Welche Vermieter gibt es?
Wir unterteilen Vermieter von Vans und Campervans häufig in 3 Kategorien.
- Die „Low-Cost“-Vermieter: Zu dieser Kategorie zählen Anbieter wie Lucky Rentals oder Happy Campers. Sie stellen Touristen sehr einfache Vans zur Verfügung, in denen man schlafen und manchmal sogar kochen kann. Die Hauptgründe für die oft niedrigeren Preise ihrer Fahrzeuge sind das Alter und die Kilometerzahl. Tatsächlich handelt es sich häufig um ältere Vans mit hoher Laufleistung.
- Die „Mid-Range“-Vermieter: Dies sind die gängigsten; dazu gehören das unvermeidliche „Jucy“ mit seinen apfelgrünen Vans, aber auch „Apollo“, „Spaceships“ oder „Britz“. Sie bieten Vans und sogar neuere Wohnmobile mit begrenzter Kilometerzahl an. Diese sind vollständig ausgestattet.
- Die „Premium“-Vermieter: Es gibt nur wenige, und sie bieten fast ausschließlich Wohnmobile an. Das gilt für „Wilderness“, „McRent“ oder „Sunrise Holidays“. Dabei handelt es sich um sehr neue Modelle, die regelmäßig erneuert und mit hochwertiger Ausstattung versehen werden.
Um einen Van zu mieten, nutzt man am einfachsten einen Vergleichsservice für Vermieter. Davon gibt es mehrere; sie durchsuchen, sortieren und filtern die Modelle nach deinen Kriterien wie Datum, Standort sowie Anzahl der Betten und Ausstattung.
Die große Mehrheit der Vanvermieter befindet sich hier, mit Ausnahme der „Premium“-Vermieter.



Wo kann man mit einem Van übernachten?
Nun, da du alle Karten in der Hand hast, um den perfekten Mietvan zu finden, wenden wir uns der Frage „Wo übernachten?“ zu.
Bevor wir uns darauf konzentrieren, wo man schlafen kann, sprechen wir kurz über die berühmte „Self-Contained“-Zertifizierung.
Ich habe sie oben bereits erwähnt: Diese Zertifizierung bedeutet, dass dein Fahrzeug über Wasserbehälter (Ab- und Frischwasser) sowie eine Toilette verfügt. Sie kennzeichnet nicht nur den Komfort des Fahrzeugs, sondern ermöglicht auch den Zugang zu einer ganzen Reihe von Stellplätzen für die Nacht.
Der große Vorteil eines „Self-Contained“-Vans ist, dass du auf diesen speziell für solche Fahrzeuge reservierten Plätzen übernachten darfst. Die meisten liegen mitten in der Natur, an Orten ohne Zugang zu Wasser oder Toiletten – daher sind nur diese Fahrzeuge zugelassen.
Einige dieser Plätze befinden sich auch in oder nahe Städten. Ein weiterer Vorteil: Sie sind meist kostenlos. Es kann sich also lohnen, für deinen Van etwas mehr zu bezahlen.
Für Vans ohne „Self-Contained“-Status ist es dennoch möglich, einen kostenlosen Übernachtungsplatz zu finden. Einige Stellflächen wurden dafür eingerichtet, sind aber weitaus seltener.
Die andere Lösung, wenn du keinen „Self-Contained“-Van hast, ist die Übernachtung auf einem Campingplatz. Davon gibt es viele in Neuseeland:
- Einfache Campingplätze: Sie sind günstig, bieten wenig Ausstattung, aber Zugang zu Trinkwasser, Duschen, Küchenbereich und Toiletten.
- DOC-Campingplätze: Einige DOC-Plätze sind für Vans zugänglich. Sie sind sehr einfach, oft mit Trockentoiletten und Wasserstelle. Ihr Vorteil ist meist die Lage, am Rand oder in National- bzw. Regionalparks.
- Hochwertige Campingplätze: Diese sind teurer, bieten aber erstklassige Einrichtungen. Oft handelt es sich um Ketten wie Top10 Holiday Parks. Sie bieten Stellplätze für Zelte und Vans mit oder ohne Strom sowie diverse Gemeinschaftsbereiche: Küche, TV-Lounge, Duschen und Toiletten, manchmal Schwimmbad, Spielplätze usw.


Wie kann man beim Van-Mieten Geld sparen?
Der letzte Punkt, den wir ansprechen, ist die finanzielle Seite der Van-Miete. Bei deiner Recherche wirst du schnell feststellen, dass das Mieten eines Vans recht teuer sein kann.
Hier einige Tipps, um die Rechnung zu senken:
- Buche dein Fahrzeug so früh wie möglich: Wenn du einen Van mieten möchtest, dann kümmere dich so früh wie möglich darum. Je näher dein Reisedatum rückt, desto höher werden die Preise,
- Meide die Hochsaison: Wenn möglich, reise außerhalb des Zeitraums vom 15. Dezember bis 31. Januar nach Neuseeland. Das entspricht den neuseeländischen Schulferien. In dieser Zeit sind die Mietpreise natürlich am höchsten. Übrigens haben wir einen ausführlichen Artikel darüber geschrieben, wann man nach Neuseeland reisen sollte, falls dich das interessiert,
- Vergleiche Routen: Scheue dich nicht, mit Abhol- und Rückgabeorten zu spielen. Wenn du zum Beispiel gegen Ende des Sommers reist (etwa März–April), stehen die meisten Vans im Süden des Landes, in Christchurch. Vermieter müssen sie nach Auckland überführen und verlangen daher niedrigere Preise. Meist fällt am Ende des Sommers in Richtung Süd-Nord keine Einweggebühr an.
Ich hoffe, dieser Artikel hat dir bei der Van-Miete in Neuseeland geholfen. Für alle, die eine ebenso schöne Alternative bevorzugen, gibt es hier den Artikel, um alles über Camping in Neuseeland zu erfahren.
Bis bald,
Mathieu
Verfasst von Sylvain PONS
Da ich damals in Französisch-Polynesien lebte, habe ich Neuseeland von 2017 bis 2020 bei zwei zweimonatigen Roadtrips erkundet. Mit meiner Familie habe ich gezeltet und die Schönheiten der beiden Inseln entdeckt.
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