Alle Canon RF APS-C Kameras
Letzte Aktualisierung : 04/05/2026
Während Unternehmen wie Sony und Fujifilm schon vor (sehr) langer Zeit in die spiegellose Welt eingestiegen sind, wagten sich klassische DSLR-Hersteller wie Nikon und Canon erst viel später heran. Canon betrat die Welt der spiegellosen Digitalkameras im September 2018 unter anderem mit der Canon EOS R und entwickelte gleichzeitig das neue RF-Bajonett von Canon. Alle Canon RF Objektive findest du auf meiner speziellen Seite, die sowohl den spiegellosen Vollformatkameras der Marke als auch den neuen APS-C-Modellen gewidmet ist, über die ich auf dieser Seite spreche. Zur Klarstellung werden alle Canon-RF-APS-C-Objektive als „Canon RF-S“ bezeichnet, um sie von den für Vollformatsensoren konzipierten Objektiven („Canon RF“) zu unterscheiden.
Zur Information: Canon hat bereits mehrere spiegellose Vollformatkameras (Rp, R, R6, R5) sowie 2021 die erste Kamera mit RF-Bajonett im Monoblock-Design, die Canon R3, auf den Markt gebracht. Solltest du noch zwischen einer Canon APS-C- und einer Vollformat-Kamera schwanken, findest du über den obigen Link Details zu allen Modellen. Falls du hingegen noch unschlüssig bist, welche APS-C-Kamera du wählen sollst, empfehle ich dir, auch das Angebot anderer Marken hinsichtlich Sensorgröße anzusehen – insbesondere die Nikon Z, die Fujifilm X sowie die Sony APS-C Kameras.
Auf dieser Seite möchte ich dir einen aktuellen Überblick über die ersten beiden Canon RF APS-C Kameras – die Canon R7 und die Canon R10 – geben, die beide im Juni 2022 angekündigt wurden und einen APS-C-Sensor besitzen (weitere Modelle werden sicher folgen). Außerdem findest du einige Canon RF-S Objektive (somit kompatibel mit den hier vorgestellten APS-C-Kameras) in unserer Übersichtstabelle.
Ziel dieser Seite ist es, dir die beiden Kameras anhand einer Analyse ihrer technischen Daten vorzustellen und dir anschließend meine Meinung dazu zu geben, welche du wählen solltest.
Wenn du Einsteiger bist oder weitere Einzelheiten benötigst, empfehle ich dir meinen Artikel, der alle Aspekte erläutert, die du bei der Wahl einer Kamera berücksichtigen solltest.
- 25.03.2025 : Canon R50 V
Canon APS-C spiegellose Kameras
Für alle, die gut strukturierte Informationen bevorzugen, habe ich alle relevanten Spezifikationen zusammengefasst, die du für die Wahl zwischen diesen beiden Kameras kennen solltest. Sieh dir einfach die kompakten Daten in der Tabelle unten an.
Wenn Sie die Kameras auf dieser Seite mit denen anderer Marken im Detail vergleichen möchten, steht Ihnen unser eigenes, kostenloses Vergleichstool zur Verfügung. Probieren Sie es doch einfach mal aus!
Canon EOS R50 V
Die im April 2025 vorgestellte Canon EOS R50 V baut auf der DNA der ursprünglichen R50 von vor zwei Jahren auf und unterstreicht gleichzeitig deutlich ihre Ausrichtung auf Video. Dieses kompakte Spiegellose-Modell behält die Kerndaten der R50 bei – einen 24,2-MP-APS-C-Sensor, DIGIC-X-Prozessor, 15 B/s elektronische Serienbildrate und einen nativen ISO-Bereich von 100 bis 12 800 – führt jedoch ein neu gestaltetes, auf Content-Creator zugeschnittenes Ergonomiekonzept ein. Schlanker im Design verzichtet das Gehäuse auf den elektronischen Sucher zugunsten eines voll beweglichen 3,2-Zoll-Touchscreens (mit leicht geringerer Auflösung von 1,04 Mio. Bildpunkten), ideal für Aufnahmen allein, Vlogs und frontseitige Set-ups.
Auf der Videoseite überzeugt die EOS R50 V mit spürbar erweiterten Möglichkeiten: 4K 60p-Aufnahme (gecroppt) und 4K 30p, das aus einem 6K-Readout oversampled wird, dazu 10-Bit-4:2:2-Farbtiefe im H.265-Codec. Fortgeschrittene Werkzeuge wie Canon Log 3, HDR PQ, Focus Peaking, Zebras, Bild-Seitenverhältnismarkierungen und eine Tally-Lampe sind integriert, um die Ansprüche ernsthafter Videofilmer zu erfüllen. Die kontinuierliche Aufnahmezeit wurde gegenüber der R50 verdoppelt und erreicht nun bis zu 2 Stunden. Zudem bietet die Kamera einen verbesserten Puffer (bis zu 52 RAWs), einen 3,5-mm-Mikrofonanschluss und volle Kompatibilität mit der Canon-Live-Switcher-App – ideal für Multikamera-Streaming-Workflows.
| Merkmale | Visuell |
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Beim Design hat Canon das Gehäuse für eine bessere Wärmeableitung während längerer 4K-Sessions optimiert. Mit nur 370 g ist die EOS R50 V äußerst leicht, verzichtet jedoch auf einen eingebauten Blitz und einen zweiten Kartenslot. Dafür verfügt sie nun über einen schnelleren UHS-II-SD-Slot (statt UHS-I bei der R50), was sie im Praxiseinsatz effizienter macht. Das Moduswahlrad bietet smarte Videovoreinstellungen wie den Produktvorführungsmodus und die Gesichtsnachführung für vorregistrierte Personen – beides wertvolle Funktionen für Vlogger und Event-Reporter. In Kombination mit dem motorisierten RF-S 14-30 mm F4-6.3 IS STM PZ wird sie zu einem äußerst vielseitigen, flüssig zu bedienenden Werkzeug für mobile Kreative.
Dank moderner Schnittstellen (USB-C, Micro-HDMI, WLAN, Bluetooth, zwei 3,5-mm-Buchsen) und voller Kompatibilität mit Canons Streaming- und Dateiübertragungslösungen positioniert sich die EOS R50 V als preisgünstige, zugleich ambitionierte Hybridkamera. Sie eignet sich gleichermaßen für Einsteiger, die über Smartphone-Limits hinauswachsen wollen, wie für erfahrene Kreative, die einen zuverlässigen Zweit-Body für Video benötigen. Konzipiert, um nahtlos zu filmen, zu bearbeiten und zu veröffentlichen, ist sie ein kraftvolles Sprungbrett für hochwertiges Content-Producing ohne unnötige Komplexität oder Kosten.
Canon EOS R10
Beginnen wir mit der Canon R10, der einfachsten und am wenigsten fortgeschrittenen der beiden Kameras. Meiner Meinung nach (dazu gleich mehr) ist sie eine sehr gute Wahl, um in die Welt der spiegellosen Canon-Kameras einzutauchen oder um die eigenen fotografischen Fähigkeiten aufzubauen beziehungsweise zu verbessern.
Die R10 verfügt über einen 24,2-MP-APS-C-Sensor, nutzt das Canon-RF-Bajonett und besitzt einen Tiefpassfilter (ebenfalls in der Canon R7 verbaut). Nachteilig ist – wie bei der Canon R und Rp (Vollformat) – das fehlende interne Stabilisierungssystem, das in manchen Situationen jedoch äußerst hilfreich wäre. Allerdings sind die beiden gleichzeitig mit R7 und R10 angekündigten Zoomobjektive (Canon RF-S 18-45 mm f/4.5-6.3 IS STM und Canon RF-S 18-150 mm f/3.5-6.3 IS STM) stabilisiert, was bei ihrer begrenzten Lichtstärke besonders nützlich ist. Beim Gehäuse ist die Canon R10 die kleinere von beiden: „nur“ 429 g bei 123 × 88 × 83 mm – angenehm kompakt für unterwegs. Allerdings fehlt ihr im Gegensatz zur R7 ein wetterfestes Gehäuse. Die Kamera nutzt den DIGIC-X-Prozessor (wie die meisten Modelle der Marke) und erreicht 15 B/s mit mechanischem Verschluss bzw. bis zu 23 B/s elektronisch – besser als die meisten Mitbewerber und für die meisten Anwender völlig ausreichend.
| Merkmale | Visuell |
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Die Kamera setzt auf einen klassischen Kontrast- und Phasen-Autofokus mit 4 503 AF-Punkten und 651 wählbaren Bereichen, die nahezu das gesamte Bildfeld abdecken. Der ISO-Bereich reicht von 100 bis 32 000 und lässt sich auf 51 200 erweitern. Beim Autofokus arbeitet die Canon R10 bis hinunter zu −4 EV (bei f/1.2) zuverlässig. Zu weiteren technischen Details gehören ein OLED-Sucher mit 2,36 Mio. Punkten, eine Suchervergrößerung von 0,95× (entspricht 0,6× im Vollformat), ein integrierter Blitz (eine Premiere bei einer Canon-R-Spiegellosen) sowie ein einzelner SD-Kartenslot. Ergonomisch bietet sie einen aufklappbaren Touchscreen, einen Joystick, einen AF/MF-Schalter, WLAN/Bluetooth und ein 1,04-Mio-Punkte-LCD. Ein optionaler Batteriegriff ist für diese Kamera nicht vorgesehen. Die maximale Verschlusszeit liegt bei 1/4 000 s mechanisch und 1/16 000 s elektronisch.
Im Videomodus ermöglicht die neue Canon R10 4K 60p, allerdings mit 1,56-fach Crop, und 4K 30p ohne Crop. Full-HD-Videos können mit 120 fps aufgezeichnet werden. Die Aufnahmezeit ist auf 2 Stunden begrenzt, was für die meisten Anwendungen ausreicht. Bei den Akkus hatte Canon die gute Idee, Modelle aus einigen DSLR- oder EF-M-Spiegellosen zu übernehmen. Wer beispielsweise eine Canon 800D oder M6 II besitzt, kann seine alten Akkus weiterverwenden. Die Ausdauer ist allerdings nicht ihre Stärke: „nur“ 430 Aufnahmen (mit LCD) beziehungsweise 260 über den Sucher.
Unterm Strich bietet diese unter 1 000 € liegende Kamera ein rundes Gesamtpaket in kompaktem Format und ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Sie ist kein Einsteigermodell und es ist wahrscheinlich, dass Canon bald ein noch kleineres und günstigeres Gerät nachschiebt. Der Preisunterschied zur Canon R7 ist allerdings weiterhin spürbar.
Canon EOS R7
Zeitgleich mit der EOS R10 brachte Canon die sehr gelungene Canon R7 heraus, die mit Recht als Erbin der DSLR Canon 7D Mark II gilt. In Wirklichkeit setzt sie jedoch neue Maßstäbe, wie ihre Gesamtcharakteristik zeigt. Meiner Meinung nach handelt es sich bei der Canon R7 um eine hochwertige APS-C-Spiegellose, die sich besonders für Sport- oder Wildlife-Fotografie eignet.
Die Kamera bietet einen stabilisierten 32-Megapixel-Sensor mit Tiefpassfilter. Canon verspricht in Kombination mit stabilisierten Objektiven eine Optimierung von bis zu 8 EV. Die Ergonomie ähnelt der der aktuellen R5 und R6; die Abmessungen liegen mit 612 g und 123 × 88 × 83 mm nahezu auf R6-Niveau. Wie die R10 setzt auch die R7 auf den DIGIC-X-Prozessor. Die Serienbildrate beträgt ebenfalls 15 B/s mechanisch, steigt jedoch elektronisch auf 30 B/s. Eine nette Zusatzfunktion ermöglicht es, den Horizont ohne Beschnitt zu begradigen, indem der Sensor beim Auslösen leicht gekippt wird – dank der Stabilisierung.
| Merkmale | Visuell |
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Der Autofokus entspricht dem der Canon R10 mit 651 auswählbaren Zonen, aber 5 915 AF-Punkten. Auch der ISO-Bereich ist identisch: 100 bis 32 000, erweiterbar auf 51 200. Allerdings arbeitet die Canon R7 bis −5 EV (bei f/1.2) lichtempfindlicher. Weitere technische Details: ein OLED-Sucher mit 2,36 Mio. Punkten und 1,15× Vergrößerung (entspricht 0,72× im Vollformat), kein eingebauter Blitz und zwei Speicherkartenslots. Außerdem gibt es WLAN/Bluetooth, ein dreh- und schwenkbares Display, ein neues Schnellwahlrad um den Joystick, zwei Schalter (AF/MF wie bei der R10 sowie einen Foto/Video-Umschalter) und ein 1,62-Mio-Punkte-LCD mit höherer Auflösung. Die Verschlusszeit reicht bis 1/8 000 s mechanisch und bleibt elektronisch bei 1/16 000 s. Erwähnenswert ist die „Pre-Shoot“-Funktion, die die Aufnahmen einer halben Sekunde vor dem Drücken des Auslösers speichert – äußerst nützlich bei Sport und Wildlife. Olympus führte diese Funktion ein und mittlerweile findet sie sich bei immer mehr Herstellern.
Beim Filmen gibt es praktisch keine Einschränkungen. Die Kamera nimmt 4K 60p ohne Crop auf (wenn auch nicht in maximaler Qualität) – ein Novum für die Marke bei einer APS-C-Spiegellosen. Full-HD-Videos sind mit 120 fps möglich. Die maximale Aufnahmezeit beträgt 6 Stunden. Videofilmer profitieren zudem von erweitertem Spielraum in der Postproduktion dank C-Log 3. Als Akku kommt derselbe Typ wie in den DSLRs Canon 7D II/5D III bzw. in neueren R/R6-Spiegellosen zum Einsatz (LP-E6NH), sodass das Ladegerät bestehen bleiben kann. Die Ausdauer gibt Canon mit 770 Aufnahmen über LCD und 500 über den Sucher an – deutlich besser als bei der Canon R6.
Unterm Strich liefert Canon hier eine äußerst attraktive Kamera, die dank des 1,6-fachen Crop-Faktors ideal für Wildlife- und Sportfotografie ist und Fotografen mit 7D Mark II einen Wechsel ins spiegellose System erleichtert, auch wenn es noch wenige RF-S-Objektive gibt. Als Einführungsangebot legt Canon einen EF-auf-RF-Adapter bei (mal sehen, ob das so bleibt), sodass vorhandene EF-Objektive an der R7 genutzt werden können, bis man alles verkauft und sich RF-Teleobjektive zulegt!
Canon EOS R50
Im März, nur sechs Monate nach der Einführung von R10 und R7, stellte Canon eine neue APS-C-Spiegellose vor: die R50. Canon wollte damit eine noch kompaktere und günstigere Spiegellose anbieten, die speziell auf Einsteiger abzielt, nachdem zuvor zwei höherwertige Modelle erschienen waren. Trotz seiner kompakten Bauweise macht das R50 im Vergleich zur R10 kaum Abstriche.
Die R50 übernimmt den 24-MP-APS-C-Sensor der R10, der – wie beim Topmodell R10 – nicht stabilisiert ist (Canon scheint hier bewusst darauf zu verzichten). Prozessor, Sucher und Autofokussystem sind identisch. Da stellt sich die Frage: Welche Vorteile bietet die teurere R10? Unter den spürbaren Unterschieden verzichtet die R50 auf 4K 60p, hat einen deutlich kleineren Puffer und kürzere Serienbildfolgen. Zwar bleibt die Geschwindigkeit mit mechanischem Verschluss gleich, elektronisch fällt sie jedoch auf 12 B/s – halb so schnell wie bei der R10 und sogar geringer als deren mechanische Rate.
| Merkmale | Visuell |
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In beiden Fällen ist der Sensor ungestapelt, ein Merkmal, das Spitzenmodellen vorbehalten bleibt. Das begünstigt den Einsatz des mechanischen Verschlusses und sorgt für eine „nützliche“ Verschlusszeit, die der der R10 entspricht. Trotz der Leistungsfähigkeit des Autofokus limitiert der Puffer seine Eignung für Sport- oder Wildlife-Fotografie. Zum Vergleich: Die R10 schafft elektronisch 1/16 000 s, während die R50 bei maximal 1/8 000 s liegt – in den meisten Situationen jedoch zu vernachlässigen. Der rückwärtige Bildschirm der R50 ist klapp- und daher größer als der der R10. Demgegenüber ist das Fehlen eines Joysticks, trotz seiner Praxistauglichkeit, sowie der Wegfall einer Bedientaste an der Vorderseite ein ergonomischer Verlust.
In puncto Konnektivität verfügt die R50 – wie es der aktuelle Standard bei Canon-Spiegellosen ist – über WLAN und Bluetooth. Die Speicherung erfolgt kameraklassentypisch über einen einzelnen SD-Kartenslot. Sie nutzt denselben Akku wie die R10, bietet jedoch eine längere Laufzeit, was besonders bei Verwendung des elektronischen Suchers von Vorteil ist. Zudem ist die R50 wettergeschützt.
Trotz ihrer Einstiegspositionierung bringt die R50 in Sachen Leistung viele Pluspunkte mit, sodass sie der R10 fast ebenbürtig ist – zu einem etwas niedrigeren Preis. Ehrlich gesagt ist der Preisunterschied zwischen beiden Kameras mehr als gerechtfertigt. Die R50 ist eine ausgezeichnete Wahl, wenn dir ein großer Puffer nicht wichtig ist und du auf fortgeschrittene Ergonomie verzichten kannst. Andernfalls rechtfertigt die R10 ihren Aufpreis.
Canon EOS R100
Als Einstiegs-APS-C-Spiegellose und günstigste Kamera der Reihe brachte Canon zwei Monate nach der R50 die R100 heraus. Um den Preis wettbewerbsfähig zu halten, waren diesmal erhebliche Kompromisse nötig.
Der Sensor bietet weiterhin 24 MP im APS-C-Format, allerdings in einer älteren Version mit leicht reduziertem Dynamikumfang und ISO-Leistung im Vergleich zu den teureren Modellen. Auch der Prozessor ist älteren Datums – ein DIGIC 8 statt DIGIC X. Dadurch fehlen die Tier-/Fahrzeug-AF-Erkennung und andere Funktionen der höherpreisigen Kameras. Die Serienbildrate ist noch stärker begrenzt als bei der R50: 6,5 B/s elektronisch sind nur ohne Motivverfolgung möglich, und der Puffer ist praktisch nicht vorhanden.
| Merkmale | Visuell |
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Selbstverständlich ist, als noch günstigeres Modell als die R50, keine 4K 60p-Aufnahme möglich, und obwohl der rückwärtige Bildschirm höher aufgelöst ist als der der R50 und R10, lässt er sich nicht schwenken. Der EVF ist etwas weniger aufgelöst, behält jedoch die gleiche Vergrößerung für ein komfortables Sucherbild. Die R100 verwendet denselben Akku und sollte die gleiche Laufzeit wie ihre Vorgänger bieten.
Wie bei Canon und den meisten aktuellen Spiegellosen üblich, sind alle notwendigen WLAN- und Bluetooth-Funktionen vorhanden. Für die Speicherung gibt es einen einzelnen SD-Slot, jedoch auf UHS-I beschränkt (eine UHS-II-Karte funktioniert, ist aber im Tempo limitiert). Auf Wetterschutz wurde verzichtet und die Ergonomie auf das Wesentliche reduziert, um das niedrige Gewicht zu erreichen.
Mit einem Preis von 700 $ wirkt das zunächst hoch, angesichts des mitgelieferten Objektivs und der gebotenen Leistung ist er jedoch immer noch angemessen. Wer jedoch etwas „Ernsthafteres“ sucht, sollte unserer Meinung nach zu einem höherwertigen Modell greifen.
Eigenschaften der Canon RF APS-C Kameras
Hier findest du die wichtigsten Punkte, die du berücksichtigen solltest, wenn du zwischen den beiden Kameras schwankst. Ein paar Details hätte man noch ergänzen können, doch die wesentlichen Informationen sind enthalten.
| Fotogehäuse | Definition | Bildstabilisierung | Gewicht | Abmessungen | Serienbildrate (elektr.) | Video | Akkulaufzeit (Sucher) | Akkutyp | Preis approx. | Wiederverkäufer |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Canon R50 | 24.2 Mp | NEIN | 375g | 116 x 85 x 69 mm | 15B/s | 4K UHD 30B/s | 440 Bilder | LP-E17 | 700€ | Amazon |
| Canon R7 | 32.5 Mp | JA | 612g | 132 x 90 x 92 mm | 30B/s | 4K UHD 60B/s | 770 Bilder | LP-E6NH | 1 499€ | Amazon |
| Canon R10 | 24.2 Mp | NEIN | 429g | 123 x 88 x 83 mm | 23B/s | 4K UHD 60B/s | 260 Bilder | LP-E17 | 1 059€ | Amazon |
| Canon R100 | 24.1 Mp | NEIN | 356g | 116 x 86 x 69 mm | 7B/s | 4K UHD 24B/s | 340 Bilder | LP-E17 | 589€ | Amazon |
| Canon R50 V | 24.2 Mp | NEIN | 323g | 116 x 86 x 69 mm | 15B/s | 4K UHD 60B/s | - | LP-E17 | 559€ | Amazon |
Welche Canon RF APS-C Kamera solltest du wählen?
Wir haben uns soeben die wesentlichen Merkmale der beiden Canon-Kameras im Detail angesehen. Wie bereits erwähnt, richten sich die Modelle nicht an dieselben Fotografentypen, denn sowohl ihre Eigenschaften als auch ihre Preisschilder unterscheiden sich deutlich (und das spielt bekanntlich eine Rolle). Zum Zeitpunkt des Schreibens lag die R7 (1 500 €) noch um 50 % über dem Preis der R10 (1 000 €).
Beginnen wir mit der Canon R10. Meiner Meinung nach ist sie eine sehr gute Kamera für Einsteiger, für Anwender, die ihre fotografischen Fähigkeiten verbessern möchten, oder sogar für Umsteiger von DSLR-Modellen wie der Canon 850D oder 80D. Sie bietet ernstzunehmende Funktionen, ist aber nicht perfekt: keine interne Stabilisierung, kein 4K 60p ohne Crop, ein Akku mit begrenzter Laufzeit und nur ein SD-Kartenslot. Zudem limitiert der Puffer die Serienbildleistung im Vergleich zur Canon R7 und die maximale mechanische Verschlusszeit von 1/4 000 s ist kürzer. Der Autofokus arbeitet bei wenig Licht etwas schwächer, doch für Einsteiger und die überwiegende Mehrheit der Nutzer ist das kein Problem. Ihr kompaktes Format (Gewicht/Größe) ist ein klarer Vorteil für alle, die leicht reisen möchten. Allerdings muss sich die Kamera in diesem Preissegment gegen Konkurrenzmodelle behaupten, die teils ebenso gute oder sogar bessere Leistungen bieten. So liefert beispielsweise die Fuji X-S10 zum gleichen Preis einen stabilisierten Sensor, 4K 60p ohne Crop und ein umfangreiches Angebot an APS-C-Objektiven für das X-Bajonett.
Für einen etwas niedrigeren Preis könntest du die R50 wählen, die allerdings einen noch kleineren Puffer besitzt und auf 4K 60p verzichtet. Auch hier bieten Konkurrenten wie die Fuji X-T30 II oder X-S20 Vorteile bei ähnlichem Preisniveau. Was die R100 betrifft, so bringt sie einige Abstriche mit sich – ältere Technik, ein festes Display, eher plastische Bauweise ohne Wetterschutz –, bleibt aber eine ernstzunehmende Alternative in einem Preisbereich, in dem andere Hersteller kaum noch Modelle anbieten. Die Einführung der Canon R50 V bringt frischen Wind in Canons Angebot für alle, die eine preiswerte und dennoch vielseitige Kamera speziell für Video suchen.
Wer nach einer fortschrittlicheren Kamera Ausschau hält, sollte die Canon R7 ins Auge fassen. Sie bietet im Vergleich zur R10 einen stabilisierten Sensor – in meinen Augen ein großer Unterschied. Darüber hinaus profitierst du von einer besseren AF-Empfindlichkeit bei wenig Licht, einer schnelleren maximalen mechanischen Verschlusszeit (1/8 000 s) sowie höheren Serienbildraten und größeren Puffern. Ebenfalls interessant sind Funktionen wie die automatische Horizontbegradigung und die Pre-Shoot-Option. Videofilmer erhalten mehr Features: 4K 60p ohne Crop, längere Aufnahmezeiten (6 h), einen Kopfhöreranschluss und erweiterte Möglichkeiten in der Nachbearbeitung. Schließlich bietet die R7 dank größerem Akku eine bessere Laufzeit und zwei SD-Kartenslots. In meinen Augen ist sie eine sehr gute Option, um DSLR-Fotografen mit 7D Mark I oder II den Umstieg ins spiegellose System zu erleichtern, oder für Vollformat-RF-Nutzer, die den 1,6-fachen Crop-Faktor für Sport und Wildlife nutzen möchten. Allerdings ist sie etwas schwerer und größer als die Canon R10. Ob die zusätzliche Ausstattung den Aufpreis von 500 € wert ist, musst du selbst entscheiden.
Ich hoffe, dieser Artikel hat dir geholfen, die ersten Canon RF APS-C-Spiegellosen besser kennenzulernen und eine Entscheidung zu treffen. Wie bereits erwähnt sind die Kameras aufgrund der unterschiedlichen Budgets und technischen Eigenschaften nicht für dieselben Fotografen gedacht. Je nach Bedarf und Budget solltest du jetzt eine Wahl treffen können. Ich lade dich ein, auch unsere anderen Seiten mit aktuellen Kameras nach Marke zu besuchen.
Derzeit ist das Angebot an Canon RF-S-Objektiven – also Objektiven für diese APS-C-Kameras mit RF-Bajonett – noch begrenzt. Wir hoffen sehr, dass Canon künftig mehr Objektive anbieten wird, als dies damals beim EF-M-Bajonett der Fall war.
Übrigens hat Canon bereits APS-C-Spiegellose mit dem EF-M-Bajonett herausgebracht. Näheres dazu findest du auf der entsprechenden Seite.
Wie immer werde ich diese Seite selbstverständlich um alle neuen Canon RF APS-C-Spiegellosen ergänzen, die in Zukunft erscheinen!
Mach’s gut und wähle die richtige Kamera für dich!
Geschrieben von Sylvain PONS
Ich bin seit 2010 leidenschaftlicher Fotograf und habe mir alles selbst beigebracht, während ich auf Entdeckungsreise war. Heute widme ich mich der Aufgabe, andere bei der Wahl ihrer Fotoausrüstung zu beraten und verschiedene Tipps weiterzugeben, um ihre fotografische Praxis zu bereichern.
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