Eine Safari im Ngorongoro-Krater, ein tansanisches Wunder
Letzte Aktualisierung : 18/05/2026
Vor einigen Jahren hatte ich die Gelegenheit, einen meiner Kindheitsträume zu verwirklichen: eine Fotosafari. Damals lebte ich auf Mayotte, und es ergab sich einmal die Möglichkeit dazu. In einem ersten Artikel habe ich dir bereits meine Eindrücke vom Lake-Manyara-Nationalpark geschildert, dem ersten Park, den wir bei unserer Ankunft besuchten. Hier folgt nun die Fortsetzung, die Safari im Ngorongoro-Krater, ebenfalls im Norden Tansanias, auf dem Hochland des Landes.
Eine Safari in Afrika bleibt ein einzigartiges Erlebnis – eine außergewöhnliche Reise, bei der man unweigerlich von der Tierwelt und den grandiosen Landschaften begeistert ist. Der afrikanische Kontinent schreckt viele ab, verspricht aber Naturentdeckungen wie nirgendwo sonst: echte Abenteuer fernab ausgetretener Pfade. Ich behaupte oft, dass der Ngorongoro-Krater zu den schönsten Nationalparks zählt, die wir bisher gesehen haben – ein Weltwunder, das eine enorm hohe Wildtierkonzentration beherbergt. In dieser Caldera liegt eine Savanne, auf der zahlreiche Herden grasen. Das Ökosystem ist äußerst reich, und du wirst auf dieser Grasfläche bestimmt viele Säugetiere antreffen.

Der Ngorongoro-Krater, eine Caldera im Great Rift Valley
Der Ngorongoro-Krater gehört zum Ngorongoro Conservation Area und liegt südöstlich des berühmten Serengeti-Nationalparks (du kennst ihn sicher aus zahlreichen Tierdokumentationen!). Im Herzen des Afrikanischen Grabenbruches gelegen, ist der Krater von hohen Gipfeln und mehreren Seen umgeben, darunter der berühmte Lake Natron mit seinen Flamingos im Nordosten. Dieser große Park ist von der UNESCO als Welterbe eingestuft – das sagt wohl alles, oder? Der Krater entstand, als vor über zwei Millionen Jahren ein uralter Vulkan in sich zusammenbrach.
Heute gilt er als größter Krater an der Erdoberfläche mit etwa 326 km². Für diejenigen, die sich das schwer vorstellen können: Es handelt sich um ein 22 Kilometer breites und 610 Meter tiefes Becken!
Erreichbar ist er über eine spektakuläre Piste (man schluckt dabei stundenlang Staub), von der aus man atemberaubende Landschaften und eine äußerst reiche Tierwelt bestaunen kann.

Der Ngorongoro-Krater – eine hohe Konzentration an Wildtieren
Was einen bei der Ankunft am meisten überrascht, ist das Klima, das sich deutlich von dem im Lake-Manyara-Nationalpark oder sogar in der Serengeti unterscheidet. Wir kamen am späten Nachmittag an, und ich erinnere mich, dass wir am Abend die Fleecejacken herausgeholt haben, weil es wirklich kühl war. Zur Erinnerung: Wir befinden uns hier auf über 2000 m Meereshöhe, und die Durchschnittstemperaturen sind deutlich niedriger.
Schon die Ankunft im Camp ist grandios: Ein endloser, atemberaubender Ausblick liegt direkt vor uns. Wir müssen ihn nur genießen! Wir fühlen uns bestens vorbereitet, um diese Safari im Ngorongoro-Krater fortzusetzen!

Die Safari beginnt mit einem Sonnenaufgang um 5 Uhr und einem Aufstieg, um ihn von diesem riesigen Krater aus zu beobachten. Ehrlich, so etwas muss man mindestens einmal im Leben gemacht haben. Die Kraft des Sonnenaufgangs über dieser Weite ist außergewöhnlich – ein wahrhaft belohnender Moment. Wir genießen mit unserer kleinen Gruppe etwa fünfzehn Minuten lang dieses flüchtige Paradies.

Nach diesem herrlichen Sonnenaufgang beginnen wir den Abstieg in den Krater. Das Licht am frühen Morgen ist einfach fantastisch – perfekt, um die ersten erwachenden Tiere zu beobachten und schöne Fotos zu machen. Giraffen, Gazellen, Zebras, Elefanten: Es ist einfach magisch, und viele Tiere lassen sich sogar aus nächster Nähe betrachten.

Entlang der Strecke begegnen wir ständig Wildtieren: Zebras, Antilopen, Hyänen, Gnus, Büffel … Später durchqueren wir einen märchenhaften Wald mit üppiger Vegetation und riesigen Bäumen – fast wie eine Plantage mitten im Grasland.

Den Rest des Tages fahren wir mit unserem 4×4 gemächlich über die Pisten des Kraters und beobachten die Tierwelt. Die Landschaften sind atemberaubend – weit beeindruckender, als Fotos es zeigen könnten (obwohl ich auf einige davon ziemlich stolz bin).


Während einer Pause entdecken wir in der Ferne eine Gruppe Krähen, die ein totes Gnu zerreißt. Die Szene ist unglaublich – wie in einer Fernsehdokumentation, nur mit dem Geruch als Zugabe!

Wir haben sogar das Glück, ein wildes Nashorn am Seeufer zu sehen – ein echter Höhepunkt!

Eine Safari im Ngorongoro-Krater – mein Fazit
Ganz ehrlich: Dieser Park gehört zu den zwei Highlights unserer Reise durch Tansania. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob der Serengeti-Nationalpark „besser“ ist – er ist einfach anders, aber ebenso beeindruckend. Der Tag im Ngorongoro-Krater war in jeder Hinsicht außergewöhnlich. Plane ihn unbedingt in deine Route ein; es ist quasi Pflicht, diesen Park zu besuchen!
Tipps, die man für eine Safari im Ngorongoro-Krater beachten sollte
Im Artikel zum Lake-Manyara-Nationalpark habe ich bereits einige Safari-Tipps gegeben. Hier eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Punkte für den Ngorongoro-Krater. Wenn du mehr Details möchtest, schau dir den Lake-Manyara-Artikel an.
Eine günstige Safari buchen – Budget-Reisende
So sparst du bei deiner Safari:
- Meide große Safari-Agenturen, sie sind sehr teuer,
- Reise in einer Gruppe (Freunde, Partner, Familie),
- Nimm einen unabhängigen lokalen Guide (wir wählten Moses Cliff Mwanga) oder eine kleine lokale Agentur,
- Übernachte auf Campingplätzen statt in Safari-Lodges.

Mit wem war ich unterwegs?
Wie erwähnt, waren wir mit dem tansanischen Guide Moses Cliff Mwanga unterwegs. Die Erfahrung war großartig:
- Übernachtung jede Nacht im Zelt,
- Einfache, aber reichliche Mahlzeiten,
- Eine Woche lang ordentlich Staub schlucken!
Wir wählten eine sogenannte 3B-Safari: Lake-Manyara-Nationalpark, Serengeti (2 Tage), Ngorongoro-Krater und zum Abschluss Tarangire-Nationalpark.
Empfehlungen für günstige Flugtickets nach Tansania?
Das solltest du zu internationalen Flügen wissen:
- Das Tor zum Ngorongoro-Krater ist die Stadt Arusha im Norden Tansanias,
- Am einfachsten landest du am Kilimanjaro International Airport (JRO) – nicht zu verwechseln mit dem lokalen Flughafen Arusha (ARK).
Ich empfehle dir, immer einen Blick auf diesen Flugvergleich zu werfen, um die günstigsten Tickets zu finden.
Eine Safari im Ngorongoro-Krater – wann reisen?

Grundsätzlich kannst du das ganze Jahr über in den Ngorongoro-Krater reisen, doch je nach Saison gibt es mehr oder weniger Hitze und Regen.
Safari in Tansania – welche Reisezeit?
Die ideale Zeit ist von Mai bis September/Oktober. Dann findet die große Tierwanderung (hauptsächlich Tarangire und Ngorongoro) statt, und es ist die trockenste Periode.
Geburtenzeit?
Zwischen Januar und März; das ist die heiße Trockenzeit und der Beginn der Regenzeit. Wir waren im Februar 2015 dort und hatten keinen Regen!
Regenzeit?
Sie dauert im Wesentlichen von März bis Mai. Die Pisten sind schwieriger befahrbar, und die Tierbeobachtung ist anspruchsvoller.
Eine Safari zwischen Oktober und Dezember in Tansania?
Das ist die sogenannte „kleine Regenzeit“, in der Schauer möglich sind.
Ich hoffe, diese Safari-Geschichte aus dem Ngorongoro-Krater hat dich zum Träumen gebracht und Lust geweckt, diese wunderbare Region selbst zu entdecken! Warst du schon einmal auf Fotosafari – vielleicht in Kenia oder Botswana? Ich bin neugierig auf dein Feedback und deine Eindrücke!
Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, wirst du den Bericht über meine Safari im Serengeti-Nationalpark lieben. Bald folgt auch einer über den Tarangire-Nationalpark. Allen Afrika-Fans empfehle ich außerdem die wunderschöne Insel Ibo in Mosambik.
Hast du Fragen zu unserem Guide, zur Organisation oder anderem? Hinterlasse gern einen Kommentar unter dem Artikel!
Egal, wofür du dich entscheidest: Viele Reiseführer raten dazu, die Erkundung der tansanischen Savannen mit einer Woche auf der Insel Sansibar abzurunden – paradiesische Strände am Indischen Ozean, perfekt zum Entspannen nach einer Woche im 4×4. Auch das wird ein Höhepunkt deiner Tansania-Reise sein.
Bis bald.
Geschrieben von Sylvain PONS
Im Jahr 2015 hatte ich gemeinsam mit Mélanie die Gelegenheit, Tansania über mehr als zwei Urlaubswochen vor Ort zu entdecken. Auf dem Programm standen eine Safari in den Nationalparks und die Insel Sansibar!
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